Cap
Die Bezeichnung Cap taucht an den Finanzmärkten oft im Handel mit Derivaten auf.
Bei diesen Titeln handelt es sich um Verträge, welche durch die Beteiligten abgeschlossen werden und sich auf einen sogenannten Basiswert beziehen, das Underlying. Letzteres kann unterschiedlichste Formen annehmen, neben Aktienwerten sind auch Rohstoffpreise oder sogar die Entwicklung des Wetters denkbar. Caps sind heute häufig im Rahmen von Zinsderivaten im Einsatz: Mithilfe eines Zinscaps lassen sich Risiken bei einer variablen Verzinsung minimieren, da hier eine Zinsobergrenze festgelegt wird. Grundsätzlich beziehen sich diese Zinsderivate daher immer auf einen Referenzzins wie etwa den Euribor oder LIBOR, an den diese Grenze gekoppelt ist. Diese Zinssätze können einem Zinscap entweder in ihrer 3- oder 12-Monatsvariante zugrunde gelegt werden. Sobald durch einen Anstieg des Basiswertes (hier des Referenzzinses) die Zinsobergrenze erreicht wird, übernimmt der Cap die Differenz zwischen dem tatsächlichen Wert und der vereinbarten Obergrenze. Für den Inhaber eines solchen Caps entsteht also eine Situation, in der die Zinsen nicht mehr weiter steigen. Das Gegenteil eines solchen Zinscaps wäre der Floor, mit dem sich ein zu starkes Absinken des Basiswertes verhindern lässt.
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