Dachfonds
Als Dachfonds werden Instrumente im Investment-Banking bezeichnet, die Kundengelder nicht in einzelne Beteiligungen oder Rentenpapiere fließen lassen, sondern selbst in einzelne Investment-Fonds, sogenannte Zielfonds, investieren. Dabei gelten bestimmte Regeln, mit denen spekulative Geschäfte und Veruntreuung verhindert sowie die Sicherheit der Kapitalgeber erhöht werden sollen.
Ein wichtiger Grundsatz für Dachfonds bezieht sich auf die Anteile der einzelnen Zielfonds: Diese dürfen weder mehr als 20 Prozent des Dachfonds ausmachen, noch darf dieser mehr als 10 Prozent am Vermögen des Zielfonds halten. Daneben sollten im Portfolio der Dachfonds natürlich nur solche Anlageprodukte enthalten sein, die in Deutschland zugelassen sind, was besonders einige Bereiche hochspekulativer Finanzprodukte ausschließt. Wer sich als Anleger für eine Vermögensanlage in Form des Dachfonds entscheidet, sollte zudem darauf achten, dass eine breite Streuung gewährleistet ist und nach Möglichkeit auch branchenübergreifend gearbeitet wird, da sich nur auf diese Art und Weise die Auswirkungen von Krisen in einzelnen Wirtschaftszweigen begrenzen lassen. Zwar wirkt sich dieser sehr breite Diversifikationseffekt positiv für den Dachfonds aus, da eine Streuung in mehreren Ebenen stattfindet. Aber durch die zusätzliche Management-Ebene verschlechtert sich auch die Kostenstruktur eines Dachfonds durch den verwaltungstechnischen Mehraufwand.
Im Hinblick auf die Einführung der Abgeltungssteuer 2009 können Dachfonds aber einen weiteren Pluspunkt für sich verbuchen, da eine Besteuerung der Gewinne aus den Zielfonds nicht stattfindet, sondern erst bei der Auszahlung an den Anleger.
Sie haben einen inhaltlichen- oder orthographischen Fehler in diesem Text gefunden oder möchte eine Anregung einbringen? Bitte zögern Sie nicht, uns mit Ihrem Verbesserungsvorschlag zu kontaktieren!
