Grenzsteuersatz
Der Begriff Grenzsteuersatz hat eine wichtige Bedeutung im Rahmen des Systems der steuerlichen Veranlagung von Bürgern. Es ist ein Fachbegriff aus dem Steuerwesen und wird darüber hinaus auch als marginaler Steuersatz bezeichnet.
Basis des Grenzsteuersatzes ist die Feststellung durch eine spezielle Berechnung. Hierbei wird insbesondere das Verhältnis zwischen Änderungen des zu zahlenden Steuerbetrages und der Veränderung der Grundlage für die Steuerbemessung verstanden. Die Steuerbemessungsgrundlage ist die Veränderung, welche zur Steuerschuld geführt hat.
Ermittlung des Grenzsteuersatzes
Der Grenzsteuersatz ist demnach eine Verhältnisrechnung, eine Gegenüberstellung zweier steuerrelevanter Sachverhalte. Die Angabe des Grenzsteuersatzes erfolgt in Prozent.
Das Ergebnis der Berechnung in Prozent ausgedrückt, gibt eine Aussage, welche Steuerbelastung beim Einkommenszuwachses entstanden ist. Erhöht sich der Grenzsteuersatz prozentual, dann führt dies zu einer sogenannten Steuerprogression. Eine Steuerprogression bedeutet einen Anstieg der steuerlichen Belastung gleichsam mit dem größer gewordenen Einkommen.
In die Berechnung des Grenzsteuersatzes noch einige weitere Größen ein, welche vom Gesetzgeber vorgegeben werden. Nach ausgeführter Berechnung beim Einsatz eines Einkommens von 30.000 Euro wären etwa 35 cent an das Finanzamt abzuführen. In diesem Rahmen bewegen sich die Verhältnisse.
Bedeutung für den Bürger
Im Gegensatz zum individuellen und ganz persönlichen Steuersatz, welcher als durchschnittlicher auf das komplette Einkommen zu berechnender Steuersatz besteht, geht der Grenzsteuersatz darüber hinaus. Er setzt fest, welcher Steuersatz für das gesamte persönliche Einkommen bis zum letztem Euro gültig ist. Aus diesem Grund wird der Grenzsteuersatz überwiegend bei Erträgen und Einkommen durch Zinsgutschriften oder Kapitalanlagen angewendet. Dabei kommen verschiedene Anlageformen in Frage wie beispielsweise das Tagesgeld oder ein entsprechend gut verzinstes Festgeldkonto.
Beim Grenzsteuersatz gilt immer die Faustregel: Eine Maximierung des Einkommens und der persönlichen Einkünfte führt immer zur Maximierung des Grenzsteuersatzes und damit der steuerlichen Belastungen.
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