Wertpapierdepot
Beim Wertpapierdepot handelt es sich um eine Finanzdienstleistung, die eine der grundlegenden Voraussetzungen für den Handel mit Aktien, Anleihen oder Fondsanteilen darstellt. Es erfüllt für den Anleger vor allem eine Verwahr- und Verwaltungsfunktion, allerdings hat sich das Gleichgewicht in der Vergangenheit stark zugunsten der Letzteren verschoben. Grund hierfür ist die zunehmende Verbreitung des dezentralen Handels mit Finanztiteln über das Internet, eine Übertragung einzelner Wertpapiere in Form einer Urkunde ist heute nicht mehr zeitgemäß und praktikabel. Aus dieser Tatsache heraus werden heute bei Banken fast ausschließlich Depots geführt, die stark einem Konto ähneln und in dem lediglich die einzelnen Transaktionen vermerkt werden. Der Inhalt eines solchen Wertpapierdepots kann über einen Auszug abgerufen werden, mit dem sich der Besitzer über Inhalt, Wert und einzelne Geschäfte informieren kann. Verwaltet die Bank das Depot für den Inhaber und kann auf den Inhalt zugreifen, so spricht man hier von einem offenen Wertpapierdepot. Bleibt den Mitarbeitern eines Finanzinstitutes dagegen der Zugang verwehrt, handelt es sich an dieser Stelle um ein geschlossenes Depot, das lediglich eine Verwahrfunktion erfüllt. Aber egal, für welche der beiden Formen man sich entschieden hat, die Einrichtung bei einer Bank ist in der Regel immer kostenpflichtig. Hier werden entweder Gebühren für einzelne Transaktionen entsprechend dem Volumen berechnet oder einfach eine pauschale Depotgebühr erhoben.
