Pro und Kontra Tagesgeld im Jahr 2014

Mittwoch den 5.02.2014

Die Diskussionen um die Minizinsen in Deutschland kochen weiter hoch, das Zinsniveau sinkt und sinkt und viele zittern vor der morgigen Ratssitzung der EZB, bei welcher der Leitzins gar auf null Prozent fallen könnte – und damit weiteren flächendeckenden Zinssenkungen Tür und Tor geöffnet würde. Für Sparer stellt die Zinslage hierzulande bereits seit Jahren eine Zerreißprobe dar. Während der Leitzins vor ein paar Jahren noch auf 4,5 Prozent lag für die Euro-Zone (und damit auch für Deutschland), ist dieser rapide gesunken, und mit ihm die Zinsen für Spareinlagen. Die Anleger hierzulande hat dies ziemlich verunsichert, die Folge davon ist allzu deutlich: die Sparneigung ist in Deutschland auf ein Rekordtief gefallen. Da stellt sich natürlich die Frage, wie sinnvoll Sparen überhaupt noch ist, und ob sich beispielsweise das Sparen auf einem Tagesgeldkonto im Jahr 2014 überhaupt noch lohnt.

Was gegen das Tagesgeld spricht

Niedrige Zinsen für Tagesgeldkonten, und das bei zahlreichen Banken, machen den Sparern das Leben immer schwerer. Die guten Angebote in diesem Bereich sind längst ausgedünnt und nur noch sehr wenige Banken schaffen es überhaupt noch, den Tagesgeldsparern einen Ausgleich der Inflationsrate zu bieten. Damit liegt der Nachteil eines Tagesgeldkontos klar auf der Hand: die Zinsen sind niedrig, und daran lässt sich, bei allem Optimismus, einfach nichts rütteln.

Vor allem die Filialbanken sind dabei alles andere als zimperlich, wenn es um die Minizinsen für Tagesgelder geht. Hier gibt es teilweise so haarsträubend niedrige Zinsen, dass man sich fragen muss, ob diese Banken eigentlich tatsächlich noch Interesse an den Einlagen ihrer Kunden haben. Wohl eher nicht, sonst würden sie diesen ja halbwegs anständig Zinsen bieten und nicht Tagesgeldzinsen, die weit unter der sowieso schon niedrigen Marke von 1,00 Prozent p.a. liegen.

Doch hier ist jeder Sparer selbst gefragt, ob er bereit ist, sich diese schlechten Zinsen bieten zu lassen, oder ob er sich stattdessen nicht lieber eine andere Bank sucht, die ihm vergleichsweise bessere Tagesgeldzinsen bietet.

Was für das Tagesgeld spricht – auch in 2014!

Jede Anlageart hat ihre eigenen Vorteile, dies sollte nicht vergessen werden, auch wenn je nach Geschehnissen die Nachteile einfach auch mal überwiegen können. Beim Tagesgeld indes ist es, trotz der gegenwärtig niedrigen Zinsen immer noch so, dass die Vorteile dieser Form des Sparens überwiegen.

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Denn diese liegen auf der Hand, nach wie vor, egal wie niedrig die Zinsen sind: die schnelle Verfügbarkeit des Geldes und dadurch die zugleich hohe Flexibilität. Geld, das als Tagesgeld angelegt ist, kann jederzeit abgerufen und dann wieder recht schnell auf ein anderes, besser verzinstes Tagesgeldkonto übertragen werden. Anders als beim Sparbuch mit einer dreimonatigen Kündigungsfrist oder einem Festgeldkonto mit einer festgelegten Laufzeit hat der Sparer hier volle Freiheit, sein Tagesgeld immer dann abzurufen, wenn er es benötigt.

Das bedeutet eine Flexibilität in so hohem Maße, wie man sie sich von anderen Anlagearten nur wünschen könnte. Dies macht dann letztlich auch die derzeit niedrigen Zinsen für das Tagesgeld wieder wett, finden wir zumindest!

Zinsvergleich beim Tagesgeld wichtiger denn je!

Die Schere, die derzeit zwischen den Spitzenanbietern und zahlreichen anderen Banken und Sparkassen beim Tagesgeld besteht, ist groß und geht weit auseinander. Umso wichtiger ist es deshalb auch, sich nicht nur bei der eigenen Hausbank oder der nächsten Filialbank auf die Suche nach einem geeigneten Tagesgeldkonto zu begeben, oder aber einfach bei der Internet-Tochter der eigenen Hausbank, sondern sich gezielter umzusehen. Ein Zinsvergleich beim Tagesgeld wichtiger denn je, dies zeigt auch der Blick auf Tagesgeldrechner, die eine Vielzahl verschiedener Tagesgeldkonten miteinander vergleichen. Hier zeigt sich von oben nach unten ein recht hoher Unterschied in der Höhe der Zinsen. Zudem sind nur noch wenige Spitzenanbieter in der Lage, einen Inflationsausgleich zu schaffen, was es zusätzlich schwierig macht.

Fazit

Gerade beim Tagesgeld ist es wichtig, nicht nur auf die Höhe der Zinsen zu achten, sondern auch auf die Vorteile, die für ein solches Tagesgeldkonto sprechen. Sind die Zinsen dann auch noch halbwegs gut, kommt natürlich ein weiterer Vorteil dazu und es kann sich dann auch in Zeiten niedriger Sparzinsen immer noch lohnen, ein Tagesgeldkonto zu führen. Doch ohne Zinsvergleich einfach blind anzulegen, dies geht oft eher nach hinten los, denn zahlreiche Banken und Sparkassen bieten derzeit mehr schlechte als rechte Zinsen für das Tagesgeld an.