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Bank Of Scotland Festgeld: Höchste Zinsen gegen psychologische Ängste?

July 23, 2010 – 12:42 pm

Nachdem erst zum 15.07.2010 das Angebot für das Bank of Scotland Tagesgeld um 0,10 Prozentpunkte verbessert wurde, zog die Bank gestern im Bereich der langfristigen Festgelder teilweise nach. Der Zinssatz für das Vierjahresfestgeld wurde um 0,10 Prozentpunkte auf jetzt gültige 3,20% angepasst für Anlagen mit monatlicher Zinsgutschrift. Anlegern, die eine Festgeldvariante mit jährlicher Zinsgutschrift bevorzugen, wird zum Ausgleich des entfallenden Zinseszinseffektes aktuell ein Zinssatz von 3,15% angeboten; auch bei dieser Kondition ist damit eine Verbesserung um 0,10 Prozentpunkte zu beobachten.

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Neben dem Angebot für vierjährige Anlagen wirbt die Bank of Scotland mit momentan unveränderten Zinssätzen von 2,45% bei monatlicher Zinsverrechnung beziehungsweise 2,50% bei jährlicher Zinsgutschrift für dreijährige Anlagen. Wer nicht an eine baldige Erholung der Zinsen glaubt und sich deshalb lieber auf dem derzeit niedrigen Niveau längerfristig absichern möchte, um zumindest vor einem weiteren Zinsverfall geschützt zu sein, hat dazu bei der Bank of Scotland Gelegenheit mit einer Festgeldanlage über fünf Jahre. Hierfür bietet das schottische Institut momentan 3,75% Zinsen bei monatlicher und 3,80% Zinsen bei jährlicher Kapitalisierung der Zinsen an.

Die derzeit auch von einigen anderen Banken vorgenommenen Zinsanhebungen für mehrjährige Festgeldanlagen könnten die Erklärung für die Aktion der Bank of Scotland sein, obwohl das schottische Institut in den genannten Anlagebereichen auch vor der aktuellen Zinskorrektur noch immer zu den Spitzenanbietern zählte. Die Vermutung liegt nahe, dass die Bank einen beachtlichen Preis dafür zahlen muss, dass ihre Anleger nicht unter dem Rettungsschirm des deutschen Einlagensicherungsgesetzes stehen.

Diese Tatsache in Verbindung mit einem möglichen Zweifel mancher Verbraucher an der Belastbarkeit des britischen Einlagensicherungsgesetzes, durch das Anlagen bei der Bank of Scotland bis zu EUR 50.000 oder GPB 50.000 (gültig ist jeweils der höhere Betrag) abgesichert sind, wäre eine logische Erklärung für das kostenintensive Bemühen der Bank of Scotland, einen Abfluss der angelegten Gelder durch nahezu konkurrenzlose Zinsangebote zu verhindern.

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