Ab wann rechnen sich Geldanlagen?

Sicherheit und Rendite – der ewige Zielkonflikt

Geldanlagen gibt es wie Sand am Meer: Anleger haben heute die Wahl zwischen den verschiedensten Anlageformen – von sicherheitsorientierten wie Tagesgeld und Festgeld bis hin zu hochriskanten Finanzprodukten. Dabei gilt die alte Regel: Je höher die Rendite, umso höher ist auch das Risiko, das mit der Geldanlage einhergeht. Welche Zinsen derzeit mit Tages- und Festgeld erzielt werden können, lässt sich für beliebige Anlagesummen und Laufzeiten mit unseren nachfolgenden Rechnern ermitteln:

Tagesgeldzinsen berechnen
Monate
 
Festgeldzinsen berechnen
Monate
 

Die meisten Anleger bevorzugen Geldanlagen, in denen die Sicherheit an oberster Stelle steht. Dafür nehmen sie gerne in Kauf, dass die Renditen etwas kleiner ausfallen. Aus einer Umfrage des Marktforschungsunternehmens GfK geht hervor, dass sich von 20.000 Privatanlegern 38 Prozent für ein „Sparbuch oder Geldkonto“ entscheiden würden, wenn es um die Anlage von 50.000 Euro gehen würde. Nur vier Prozent würden zu Wertpapieren greifen.

Die Deutschen sind Sicherheitsmenschen – weit mehr als Anleger aus anderen Ländern. In keinem anderen Land ist das Vertrauen in Aktien so gering wie hierzulande. Die Zahl der Aktionäre hat sich in den vergangenen Jahren deutlich reduziert – nur noch etwa acht Millionen Bürger sind an der Börse investiert, vor zehn Jahren waren es noch vier Millionen mehr.

Sicherheit statt Risiko? Im Hinblick auf die Inflation gefährlich

Das Paradoxe daran: Durch die fast schon übertriebene Vorsicht im Hinblick auf die Geldanlagen droht erst recht der finanzielle Schaden. Wer nur auf Sicherheit setzt und jedes Risiko scheut, nimmt reale Verluste in Kauf. Die Rendite von Tagesgeld- oder Festgeldanlagen ist nicht ausreichend, um die Kaufkraft des Vermögens langfristig zu erhalten. Die steigende Inflation frisst die Kaufkraft stärker auf, als vermeintlich sichere Geldanlagen wie Sparkonten oder Tagesgelder erwirtschaften können. Man spricht damit von einem „negativen Realzins“, die Inflation schmälert folglich das Vermögen.

Hinzu kommt, dass die Abgeltungssteuer ihr Übriges tut, und weitere 28 Prozent (gerechnet inklusive Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer) von der Rendite in Abzug bringt. Bankgebühren kommen für diverse Finanzprodukte ebenfalls hinzu.

Vermögen vermehren – ohne Aktien geht es nicht

Die Inflation wird nach heutigen Aussichten vermutlich weiter ansteigen. Wer langfristig mit seinen Geldanlagen auf einen grünen Zweig kommen möchte, muss demnach die Vier-Prozent-Hürde nehmen und auf entsprechend renditestarke Anlagen setzen. Nur so können sie ihre Kaufkraft erhalten und tatsächlich mehr aus ihrem Vermögen machen.

Um Aktien oder andere Wertpapiere kommen Anleger in diesem Fall nicht mehr herum. Sie sollten zumindest als Beimischung im Anlageportfolio berücksichtigt werden.

Experten empfehlen mindestens zehn Prozent Aktien im Depot zu halten, möglichst aus verschiedenen Bereichen, oder in Form von Investmentfonds. Diese können dann mit weniger risikobehafteten Finanzprodukten im Portfolio kombiniert werden – etwa mit Zinspapieren und Edelmetallen.

Wer dagegen aus Angst vor Verlusten ausschließlich auf sichere Geldanlagen wie Sparbücher oder Tagesgeldangebote setzt, ist letztendlich höheren Risiken ausgesetzt. Gerade bei einem langfristigen Anlagehorizont kann die Sicherheit die Rendite kosten – und den erhofften Wohlstand schmälern statt verbessern.

Kostenlose Anlageberatung anfordern

Wer sich die Auswahl geeigneter Anlageformen nicht selber zutraut bzw. beim Aufbau und der Umsetzung einer individuellen Anlagestrategie auf professionelle Unterstützung setzen will, der kann nachfolgend eine kostenlose und unverbindliche Anlageberatung anfordern: