Tagesgeld oder Sparbuch?

Was ist besser: Tagesgeldkonto der Sparbuch?

Sparen ist wichtig, um für größere Ausgaben gut gerüstet zu sein: Nicht selten kommen unvorhergesehene, aber notwendige Investitionen auf jeden Einzelnen zu – von der Autoreparatur bis hin zur neuen Waschmaschine. Darüber hinaus befähigt Sparen dazu, Wünsche wahr werden zu lassen: Wer immer wieder Geld auf die Seite legt, kann sich schon bald den Traumurlaub leisten, eine unvergessliche große Hochzeit feiern oder sich einen anderen Kindheitstraum erfüllen. Nicht zuletzt ist das Sparen auch im Hinblick auf die Altersvorsorge wichtig – die gesetzliche Rente alleine kann den gewohnten Lebensstandard im Alter nicht aufrechterhalten.

Möglichkeiten zum Sparen gibt es viele – und so kommt es darauf an, dafür Finanzprodukte zu finden, die zu den eigenen Vorstellungen und Möglichkeiten passen. Sparbuch oder Tagesgeldkonto gehören zu den sichersten Anlageformen überhaupt – und sprechen damit gerade konservative und sicherheitsbewusste Sparer an. Doch auch diejenigen, die beim Sparen flexibel bleiben möchten, sind mit diesen Anlageformen gut beraten.

Das Sparbuch: Einfach, sicher, risikolos

Das Sparbuch ist eines der ältesten Sparformen überhaupt. Es überzeugt durch seine hohe Sicherheit – Wertverluste sind hier nicht zu befürchten. Allerdings geht mit dem Sparbuch eine nur geringe Verzinsung einher, die wiederum bei steigender Inflation eine negative Rendite hervorrufen kann. Viele Banken bieten maximal 1 Prozent Zinsen auf dem Sparbuch an – es gibt jedoch auch Angebote, bei welchen die Zinsen mit zunehmendem Sparguthaben ansteigen. Allerdings bedarf es hier bereits fünfstelliger Beträge, um in den Genuss einer wirklich attraktiven Rendite zu kommen.

Das Sparbuch legt dem Anleger jedoch keinerlei Verpflichtungen auf. Es kann kostenlos geführt werden und kommt ohne Mindestanlagebetrag aus. Regelmäßige Sparbeiträge müssen nicht geleistet werden, ebenso kann täglich über das angelegte Geld verfügt werden. Allerdings kann bei vielen Banken pro Monat nur ein bestimmter Betrag abgehoben werden, dieser liegt im Schnitt bei etwa 2.000 bis 3.000 Euro. Höhere Abhebungen müssen vorher angekündigt werden, ansonsten werden Vorschusszinsen fällig. Welche Fristen hierbei eingehalten und welche Beträge kostenfrei ausbezahlt werden, ist von Bank zu Bank unterschiedlich geregelt.

Das Tagesgeldkonto: Die renditestarke Alternative

Aufgrund der niedrigen Verzinsung auf dem Sparbuch macht es Sinn, das Geld bevorzugt auf einem Tagesgeldkonto anzulegen. Hier liegen die Zinsen deutlich höher und werden den aktuellen Marktbedingungen schneller und in größerem Ausmaß angepasst. Das bedeutet: Steigen die Marktzinsen, so steigen auch die Zinsen auf dem Tagesgeldkonto. Aufgrund des starken Wettbewerbs auf dem Tagesgeldmarkt buhlen Banken um jeden neuen Kunden – und offerieren entsprechend attraktive Angebote, die für Neukunden von hohen Aktionszinsen bis hin zu Startguthaben von bis zu 50 Euro reichen.

Ebenso wie mit dem Sparbuch lässt sich auch mit dem Tagesgeldkonto jederzeit frei über das angelegte Geld verfügen. Das Geld wird allerdings nicht wie beim Sparbuch bar am Bankschalter abgehoben, sondern via Überweisung auf das angegebene Referenzkonto (meist: Girokonto) transferiert. Es steht dann innerhalb weniger Tage zur Verfügung. Einige Tagesgeld-Anbieter arbeiten aber bereits auch mit Geldkarten, mit welchen das  Geld direkt am Automaten vom Tagesgeldkonto bezogen werden kann.

Das Tagesgeldkonto wird ebenso wie das Sparbuch kostenlos geführt und kann auch ohne Guthaben bestehen bleiben. Sparverpflichtungen gibt es nicht, auch ist keine Mindestanlagesumme vorgeschrieben. Die Sicherheit ist der des Sparbuchs gleichgestellt. Damit überwiegen durch die höhere Verzinsung eindeutig die Vorteile des Tagesgeldkontos gegenüber dem Sparbuch.

Welche Zinsen sich derzeit mit den besten Tagesgeldangeboten erzielen lassen, können Sie hier berechnen:

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