Tagesgeld-Test

Es gilt als ideale Alternative zum klassischen Sparbuch – das Tagesgeldkonto. Bei flexibler Verfügbarkeit ist das angelegte Geld jederzeit verfügbar, die Verzinsung ist allerdings etwas attraktiver als bei einem Sparbuch oder gar bei einem Girokonto. Mit einer Rendite von rund zwei Prozent hat man als Anleger mehrere Vorteile auf einmal – bei schneller Verfügbarkeit erwirtschaftet man trotzdem solide Gewinne.

Die Verzinsung ist häufig flexibel und wird von den Banken entsprechend der aktuellen Situation am Zinsmarkt regelmäßig angepasst. Zurzeit dreht sich die Zinsspirale wieder einmal – die kürzlich durchgeführte Erhöhung der Leitzinsen durch die Europäische Zentralbank sorgt dafür, dass die Zinsen für Tagesgelder bei vielen Anbietern im Augenblick leicht steigen.

Doch wie findet man das beste Angebot, und welche Anbieter haben jetzt besonders attraktive Konditionen? Hier hilft letztlich nur, das Marktgeschehen kontinuierlich und aufmerksam zu verfolgen, um die Banken zu identifizieren, die die jeweils höchsten Zinsen bieten. Dann kann sich sogar das Tagesgeld-Hopping lohnen, der schnelle Wechsel des Anbieters, um von den jeweils besten Konditionen zu profitieren. Ein Blick in die aktuellen Testergebnisse kann helfen, sich einen Überblick zu verschaffen.

Tagesgeld-Tests von Stiftung Warentest

Stiftung Warentest ist eine unabhängige Institution, die Produkt- und Dienstleistungstests aller Art durchführt. In der Zeitschrift Finanztest werden Testergebnisse veröffentlicht, die im weitesten Sinne mit Versicherungen, Fonds und Geldanlagen zu tun haben. Aktuell hat Finanztest Tagesgeldkonten in der Ausgabe Januar 2011 getestet und vorgestellt.

Ausgabe 01/2011

  1. Bank of Scotland, Zinsen: 2,3 Prozent

Eindeutiger Testsieger war die Bank of Scotland mit einer jährlichen Verzinsung von 2,3 Prozent. Sie wurde unter 88 Banken als diejenige mit den höchsten Zinsen identifiziert. Die Anlage ist an keine Minimaleinlage gebunden, der Zins gilt gleichermaßen für Neu- und Bestandskunden. Ein TÜV-Siegel bestätigt außerdem die besondere Sicherheit des Onlinebankings der Bank of Scotland. In der Ausgabe 04/2010 sah dieses Ergebnis noch etwas anders aus.

Ausgabe 04/2010

  1. Cosmos direkt, Zinsen: 2,12 Prozent
  2. Bank of Scotland, Zinsen: 2,1 Prozent
  3. Advanzia Bank, Zinsen: 2,1 Prozent

Während die Bank of Scotland auf eine Mindesteinlage verzichtet, verlangen Cosmos direkt und die Advanzia Bank für ihr Tagesgeld eine Einlage von mindestens 5.000 Euro.

Tagesgeld-Tests von Focus Money

Aktuelle Testergebnisse von Focus Money liegen für den Monat Mai 2011 vor.

  1. Bank of Scotland, Zinsen: 2,3 Prozent
  2. ING-DiBa, Zinsen: 2,2 Prozent
  3. Volkswagenbank, Zinsen: 2,2 Prozent

Das Angebot der ING-DiBa sieht eine Verzinsung von 2,2 Prozent für Neukunden für einen Zeitraum von sechs Monaten vor. Bestandskunden erhalten dagegen 1,5 Prozent. Die Volkswagenbank garantiert ihren Neukunden eine Rendite von 2,2 Prozent bis zum 01. November 2011. Im Gegensatz dazu bietet die Bank of Scotland Neu- und Bestandskunden gleichermaßen 2,3 Prozent.

Tagesgeld-Tests der Wirtschaftswoche

Die Wirtschaftswoche weist Mitte Mai in ihrem Online Vergleichsrechner folgende Testergebnisse aus:

  1. 1822direkt, Zinsen: 2,5 Prozent
  2. Bank11, Zinsen: 2,45 Prozent
  3. NIBC, Zinsen: 2,4 Prozent

Das Tagesgeldkonto der 1822direkt-Bank ist an eine Mindesteinlage von 5.000 Euro gebunden. Anders dagegen verhält es sich bei der deutschen Bank11. Sie gilt als neue Autobank und ist im Markt der Autofinanzierungen stark repräsentiert. Für ihr Tagesgeldkonto verlangt sie keine Mindesteinlage. Auch die niederländische NIBC verzichtet auf eine minimale Einzahlungssumme.

Wirtschaftswoche 06/2011

Auch in der Ausgabe 06/2010 der Wirtschaftswoche konnte sich die 1822direkt-Bank als Testsieger platzieren.

  1. 1822direkt, Zinsen: 2 Prozent

Tagesgeldvergleiche im Internet

Ein besonders effektiver und aktueller Vergleich der geltenden Tagesgeld-Konditionen ergibt sich mit Hilfe von Vergleichsrechnern im Internet. Wir bieten Ihnen nachfolgend einen solchen Rechner an. Sie müssen lediglich Anlagesumme und Laufzeit eingeben und bekommen im Ergebnis die besten Tagesgeldkonten – sortiert nach der Höhe der Zinserträge.

Tagesgeldzinsen berechnen
Monate
 

Fazit der Tagesgeld-Tests

Der Vergleich der aktuellen Tagesgeldkonditionen zeigt in diesem Frühling insgesamt eine leichte Tendenz zu höheren Zinsen. Sie dürfte zum einen auf die Erhöhung der Leitzinsen der Europäischen Zentralbank zurückzuführen sein, zum anderen hat die relativ stabile wirtschaftliche Situation in Deutschland mit Sicherheit ihren Beitrag dazu geleistet.

Das Tagesgeldkonto bleibt damit eine interessante Beimischung in einem gut durchdachten Vermögensportfolio, denn es bietet hohe Flexibilität bei angemessener Verzinsung.

Vor dem Vertragsabschluss lohnt sich aber ein Vergleich der Konditionen – auch wenn der Wechsel kurzfristig möglich ist.

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